R&M richtet sich auf die Zukunft aus

R&M Kubus Gesamtansicht Abendstimmung

Aufbau eines eigenen Werks für Fiberoptik Assembly und Produktion in Bulgarien / Verlagerung von Arbeitsplätzen / Massnahmen zur Effizienzsteigerung im HQ in der Schweiz.

Wetzikon, 23. August 2011

Um die Wettbewerbsfähigkeit mittel- und langfristig trotz starkem Franken erhalten zu können, sieht sich R&M zu Massnahmen gezwungen. Der Verkabelungsspezialist reagiert auf die anhaltende Belastung durch den teuren Schweizer Franken und die unsicheren Konjunktursignale und verlagert bis Ende zweites Quartal 2012 einen Teil der Fiberoptik-Produktion nach Bulgarien, wo ein eigenes Werk aufgebaut wird. «Wir verdienen unter den heutigen Verhältnissen kein Geld mehr und leben von der Substanz des Familienunter-nehmens», sagt CEO Martin Reichle. Von dieser Massnahme werden 50 –weitgehend temporäre – Arbeitsplätze betroffen sein. «So können wir akute Preisvorteile unserer internationalen Wettbewerber ausgleichen und wettbewerbsfähig bleiben», sagt CEO Martin Reichle, der die Pläne heute der Belegschaft vorstellte. «In den letzten Monaten hat sich unser Umfeld stark verändert. Als Firma mit einem Exportanteil von fast 70% zwingen uns
die Währungsverschiebungen zum Handeln.» Mit dem zusätzlichen Standort wird auch die ungebremst hohe Nachfrage nach Fiberoptik-Produkten besser abgedeckt werden können. R&M bekennt sich nach wie vor zum Standort im Zürcher Oberland, wo das Innovations- und Technologiezentrum sowie ein grosser, hochautomatisierter Fertigungsstandort betrieben werden.

Aufgrund der internationalen Struktur und der in der Vergangenheit bereits umgesetzten Dezentralisierungs-Strategie kann R&M die nötigen Schritte schnell und flexibel umsetzen. R&M ist seit über 10 Jahren sehr erfolgreich im bulgarischen Markt tätig. «Unsere gut organisierte bulgarische Tochtergesellschaft wird uns helfen, das neue Werk rasch in Betrieb zu nehmen», sagt Martin Reichle. Dort sollen Glasfaser-Systeme assembliert und konfektioniert werden.

Wie kürzlich bereits kommuniziert, bewegt sich R&M erfolgreich in Wachstumsmärkten und verzeichnete im ersten Halbjahr 2011, in Lokalwährungen gerechnet, ein Umsatzwachstum von 16,7% in Lokalwährungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. «Aber wir müssen auch profitabel bleiben und dürfen unsere Handlungsfähigkeit nicht verlieren», meint der CEO. Die Wettbewerber aus den USA und Europa können signifikant günstiger produzieren als R&M in der Schweiz.

Am Stammsitz Wetzikon will R&M in den nächsten drei Monaten eine Restrukturierung einleiten, um die Effizienz des gesamten Betriebs um 10% zu steigern. Bis Ende Oktober werden in Teams konkrete Massnahmen erarbeitet.

«R&M ist in der Schweiz und international heute bereits sehr gut aufgestellt. Ebenfalls
wurde in den letzten zwei Jahren antizyklisch investiert: in ein neues Produktionsgebäude
in Wetzikon, ein neues ERP-System und in den Aufbau von Exportmärkten. Aber auch in Innovationen sowie Lösungen für Rechenzentren und Glasfasernetze für Fiber to the Home (FTTH)», so Martin Reichle.

 

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Fotogalerie Geschäftsleitung

Hans Hess, CEO

Martin Reichle, CSO

Peter Reichle, CPO

Martin Gasser, CFO

Markus Stieger, COO

Gianfranco Di Natale,CTO

Andreas Rüsseler, CMO