Drahtlose Datenübertragung ist aus modernen Büros nicht mehr wegzudenken. Die lückenlose Erschliessung eines Gebäudes mit einem Funknetzwerk (Wireless LAN, WLAN) ist im Zeitalter mobiler Endgeräte bei vielen Unternehmen eine zwingende Vorgabe. 

Dennoch ist die WLAN-Technologie mit spezifischen Risiken verbunden. Dazu gehören individuelle Akzeptanzprobleme und mögliche operative Einschränkungen. 

Zu den Akzeptanzproblemen tragen die kontrovers diskutierten Gesundheitsrisiken von elektromagnetischen Wellen und die vereinzelt auftretenden Hypersensitivitäten von einzelnen Personen gegen diese System bei. 

Bei den operativen Einschränkungen spricht man vor allem über die Beeinträchtigung des Funknetzes durch äussere Störungen, die geteilte Bandbreite sowie die Frage der Datensicherheit. Um diese Risiken zu minimieren und eine gute Signalabdeckung zu erreichen, empfiehlt R&M, eine dezidierte Verkabelung für die Basisstationen der Funknetze vorzusehen. Nur so können Anschlussdosen an den optimalen Antennenpositionen eingeplant werden. Der technische Report ISO/IEC TR 24704 gibt Hilfestellung bei der Planung einer Verkabelung für die optimale Abdeckung mit drahtlosen Diensten. 

Für den Anschluss der Basisstationen werden normale Verkabelungen mit entsprechender Übertragungskapazität aus der Stockwerkverteilung verwendet. Die Entwicklung der Übertragungsgeschwindigkeiten bei den WLAN Systemen nimmt aber weiterhin laufend zu. Mittlerweile sind Übertragungsprotokolle mit Geschwindigkeiten von einigen 100 MBit/s bis zu über 1 GBit/s erhältlich. Für den Anschluss dieser Basisstationen der neuesten Generation sind daher bereits Klasse EA Verkabelungen notwendig. 

Die Energieversorgung der WLAN-Komponenten ist ebenfalls von Anfang an zu berücksichtigen. Sie kann über eine klassische Niederspannungsverteilung erfolgen oder mittels Fernspeisung übers Datennetz (Power over Ethernet, PoE bzw. Power over Ethernet Plus, PoEP).