Mall of Switzerland: Der Name verrät den Anspruch. Tatsächlich ist das Einkaufs- und Freizeitzentrum mit 65 000 m2 in Ebikon bei Luzern ein Projekt der Superlative für die gesamte Schweiz. Ihr Markenzeichen: eine Fassade, die einer transluzenten, weichen, fliessenden Haut gleicht und Emotionen weckt. Die Eröffnung ist für November 2017 geplant.

Mit der Kombination von Shopping, Gastronomie, Entertainment, Wellness und Wohnen wollen die Investoren eine einzigartige Destination erschaffen. Sie erwarten grossen Zulauf aus der gesamten Region und von Touristen. Attraktionen wie die stehende Surfwelle oder das Multiplexkino mit zwölf Sälen und der grössten IMAX-Leinwand der Schweiz sollen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Bei der Vermietung der rund 150 Geschäftsräume legen die Betreiber Wert auf ortsansässigen Einzelhandel, regionale Produkte und Schweizer Marken. Es werden rund 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Ganz in der Nähe befindet sich ein Autobahnanschluss, sodass Besucher und Mitarbeitende ohne Umwege anfahren können.

Kupfer + Glas = neue Optionen

Eine Herausforderung war die Erschliessung des Gebäudekomplexes mit einer starken Kommunikationsinfrastruktur. Ausgedehnte Flächen waren zu vernetzen. Alle Mieter und Besucher sollen optimale Bedingungen vorfinden. Beispielsweise bietet die Mall ein flächendeckendes Highspeed-WLAN, digitale Bezahlsysteme und Videoüberwachung an.

Ein weiteres Planungsziel war, Endgeräte grundsätzlich mit Power over Ethernet zu speisen – was Kupferverkabelung erforderte. «Die strukturierte Gebäudeverkabelung sollte ursprünglich komplett auf Kupfer basieren», erinnert sich Roland Bachmann, Projektleiter Fachbereich Elektro des Totalunternehmers Halter AG.

Im Verlauf des Projekts ergaben sich jedoch ganz neue Möglichkeiten. Dank Initiative der Swisscom war auch eine Glasfaserverkabelung innerhalb des Gebäudes eine Option. Eine gemeinsame Produktentwicklung mit R&M brachte den Durchbruch. Die Planungsänderung bedeutete für die Projektpartner, ihre Flexibilität und erweiterten Kompetenzen unter Beweis zu stellen – was ihnen bravourös gelang.

Alles aus einer Hand

R&M war zuvor bereits als Lieferant der Kupferverkabelung ausgewählt worden.

«Es wurden diverse Firmen angefragt. Bei einem Grossprojekt dieser Art kommen aber nicht viele Anbieter infrage. Wir haben einen Hersteller gesucht, der alles aus einer Hand bieten kann», begründet Andreas Spörli, Projektleiter beim Installationspartner Swisspro AG, den Entscheid für R&M.

Ausschlaggebend waren das breite Standardsortiment für die strukturierte Gebäudeverkabelung, die Qualität der Produkte und die Garantie- und Serviceleistungen. Ausserdem eignet sich das R&M-Sortiment ideal für Power over Ethernet. Für Roland Bachmann war vor allem die Qualität ausschlaggebend. Seine Überzeugung beschreibt er kurz und knapp: «Was kann bei R&M schon schiefgehen?» Positiv wurde auch bewertet, dass R&M als Partner von Swisscom ebenfalls die Produkte für die optische Zugangsseite stellte.

Das richtige Kabel

Trotz der Planungsänderung wurden rund 200 Kilometer Kupferkabel verlegt. Wegen der grossen Leitungslängen wurden durchgängig Kat. 7A Kabel mit dem Querschnitt AWG 22 aus dem R&Mfreenet Programm eingesetzt. «Der Kabeldurchmesser war ein Thema», so Andreas Spörli. «Bei so grossen Übertragungsstrecken und bei Anwendung von Power over Ethernet muss man das richtige Kabel verwenden, nicht das günstigste.»

Bei einem Aderquerschnitt von AWG 22 halten sich Spannungsabfall und Wärmeentwicklung in Grenzen. So können beide Anwendungen – Datenübertragung und Power over Ethernet – voll ausgeschöpft werden. Zugleich ist die Kat. 7A Verkabelung fähig, Datenraten von mehr als einem Gigabit pro Sekunde nachhaltig zu garantieren. Ein weiterer Grund, weshalb die Wahl auf R&M fiel.

«Just in time» gefordert

«Bei einem Grossprojekt dieser Art kommen nicht viele Anbieter infrage. R&M hat ein breites Standardsortiment, ist bekannt und spielt eine wichtige Rolle aufgrund der Qualität der Produkte und der Garantie- und Serviceleistungen.

Andreas Spörli, Projektleiter Swisspro AG

Der weitere Projektverlauf blieb nicht weniger spannend. Roland Bachmann berichtet: «Wir haben hier wenige Anfahrtswege und müssen schnell aneinander vorbeikommen. Das heisst für die Lieferanten: Just in time is key.» Andreas Spörli bestätigt, dass die Zusammenarbeit mit R&M unter diesen Bedingungen sehr gut lief: «Das Material kam stets zeitgerecht, auch wenn es eilte. Sonderanforderungen wurden effizient erfüllt.» «Alles passte», sagt Roland Bachmann.

Der Freigabe durch die Bauherren sieht Philip Kiefer, Gesamtprojektleiter Mall of Switzerland beim TU Halter AG, mit Gelassenheit entgegen. Die Objektübergabe ist am 27. Oktober, offizielle Eröffnung am 7. November 2017. «Alles läuft nach Plan.»

Die Mall of Switzerland

Starke Emotionen. Starkes Schweizer Lebensgefühl. Mutiges Design. So tritt die Mall of Switzerland auf. Mit ihrer hellen Fassade, die einer weichen, fliessenden Haut gleicht, bildet sie einen neuen Magneten in Ebikon bei Luzern. Die Architekten von Burckhardt+Partner AG haben bewusst einen Spannungsbogen zwischen der organischen Form der Mall und den eher kantigen Nachbargebäuden erzeugt. Der verheissungsvolle Name Mall of Switzerland birgt ein Versprechen und weckt Erwartungen. Ausgehend von der Lebendigkeit und Vielfalt der Schweiz war der Leitgedanke: Facettenreichtum erschaffen, echte Swissness, Interpretationen der Schweizer Werte und Innovationen, gepaart mit einem noblen Understatement.

Ursprüngliche Materialien wie Eiche und Ulme, Terrazzo, Asphalt und Quarz schaffen einen Bezug zur Natürlichkeit des Landes. Traditionelle Schweizer Grafikelemente finden sich als moderne Wandmuster wieder. Das Gestaltungskonzept transportiert die Atmosphäre und das Lebensgefühl der Schweiz. Innen entsteht der Eindruck einer natürlich gewachsenen Innenstadt.

Das zukunftsweisende Konzept vereint rund 150 Shops und Gastrobetriebe mit Kinderland, Freizeit- und Sportangeboten wie der ersten stehenden Indoor-Welle der Schweiz, der landesweit grössten IMAX-Kinoleinwand oder einem Multiplexkino mit zwölf Sälen.

www.mallofswitzerland.ch