Ein gläsernes Bürogebäude am Zürichsee öffnet den Blick in die Arbeitswelt der Zukunft. Es nennt sich Swiss Re Next. Der Rückversicherer Swiss Re verwirklicht hier das «Agile Working-Konzept». Es befreit die Bürotätigkeit von starren Strukturen und macht sie mobil. Es gibt keine zugewiesenen Arbeitsplätze mehr, sondern sogenannte Home Bases und nutzerfreundliche Dockin-Stationen für Laptops, Tablets und Smartphones.

Die Versicherungs- und Finanzexperten erhalten neue Möglichkeiten, mithilfe der Digitalisierung noch produktiver zu sein und sich dabei rundum wohlzufühlen. Der architektonisch auffallende Komplex mit einer Fassade aus Glaswellen zeichnet sich zudem durch eine hochintelligente Gebäudeautomatisierung aus. Niemand muss hier das Licht manuell ein- oder ausschalten. Der Energieverbrauch sinkt um 80 % pro Arbeitsplatz im Vergleich zu herkömmlichen Bürogebäuden.

Die Mitarbeitenden haben den Neubau im Herbst 2017 bezogen. Seither sammeln sie wertvolle Erfahrungen mit dem «Next Generation Workplace». Erkenntnisse aus dem Projekt kommen auch dem neuen Swiss Re-Standort in Indien zugute (siehe Infobox). In beiden Fällen bildet die LAN-Verkabelungslösung von R&M das Rückgrat für die Vernetzung von Arbeitsplätzen und Gebäudetechnik.

Standardlösungen optimal geeignet

Swiss Re hatte eine Reihe wichtiger Anforderungen an die Infrastruktur definiert. Der Rückversicherer erwartete absolute Betriebssicherheit. Für mobiles Arbeiten, Daten- und Videoübertragung sollten Leistungsreserven im LAN vorgesehen werden. Vor allem forderte der Kunde eine hundertprozentige WLAN-Abdeckung in allen sechs Büroetagen.

Für die Energieversorgung von Antennen, Endgeräten und Steuerungen kam Power over Ethernet (PoE) zum Einsatz. Für Sicherheitssysteme, Zutrittskontrolle und die zahlreichen Funktionen der digitalisierten Gebäudeautomation mussten zahlreiche technische Anschlüsse und separate Verkabelungen integriert werden.

Spezialanfertigung von R&M für Swiss Re Next: kompakte PVL-Anschlussdosen in den Arbeitstischen.

«Das Projekt liess sich optimal und fast ausschliesslich mit Standardlösungen von R&M für die strukturierte Verkabelung von Bürogebäuden umsetzen», so Thomas Läderach, Projektleiter beim Installationspartner AZ Elektro AG. Die Projektpartner wählten die bewährte Kombination von Glasfaser-Backbone und horizontaler Kupferverkabelung. Die Videotechnik wurde aus zwei Gründen an die fiberoptische Infrastruktur angeschlossen: um die nötige Übertragungskapazität bereitzustellen und das IT-Netz zu entlasten. Swiss Re betreibt im Neubau ein hochmodernes TV-Studio und benötigt für Bewegtbild-Übertragungen bzw. Video-Streaming hohe Bandbreiten. Das Glasfasernetz kann bedarfsgerecht erweitert werden.

Kompakte Anschlussdose entwickelt 

R&M ist immer offen für Verbesserungen. Man wird als Installateur ernst genommen.

Thomas Läderach, Projektleiter AZ Elektro

«Eine wichtige Frage war, wie viele und welche Steckverbindungen wir für die Dockin-Stationen benötigen», beschreibt Christian Zürrer von Swiss Re eine zusätzliche Herausforderung. Der Projektleiter Gebäudetechnik berichtet: «Die Anschlusslösung musste so schmal wie möglich sein und in die vorgegebenen Kanäle der Arbeitstische passen.» Trotzdem sollten die Steckverbindungen leicht zu bedienen sein. R&M entwickelte kurzerhand eine kundenspezifische kompakte PVL-Dose mit sechs Power- und vier LAN-Anschlüssen.

v.l.n.r.: Christian Zürrer, Projektleiter Gebäudetechnik, Swiss Re; Beat Stucki, R&M Schweiz; Thomas Läderach, Projektleiter AZ Elektro AG

Christian Zürrer zu seinen Erfahrungen mit dem Customizing von R&M: «Wir haben dem Konzept schnell zugestimmt. Nichts Vergleichbares wäre so schnell realisiert worden. » Swiss Re schätzt die seit vielen Jahren bestehende Partnerschaft mit R&M. Sein Fazit: «Never change a winning partnership.» Thomas Läderach stimmt zu: «AZ Elektro arbeitet gut und seit vielen Jahren mit R&M zusammen. Das Sortiment passt. R&M ist immer offen für Verbesserungen und man wird als Installateur ernst genommen.» Mit dem Verkabelungssystem von R&M hat Swiss Re eine stabile, zukunftssichere und wirtschaftliche Infrastruktur. Im Projekt hat sich überdies auch der R&M-Kupferverteiler VS Modular einmal mehr bewährt. Er ermöglichte die Telekommunikation auf der Baustelle.

Zum Abschluss hat R&M die Glasfaser-Verkabelung standardgerecht geprüft. «Der Service war für uns und den Kunden optimal. R&M dokumentierte die Resultate der OTDRMessungen, bestätigte die Qualität unserer Installation und gewährte die 25-Jahr-Systemgarantie», sagt Thomas Läderach.

Christian Zürrer bestätigt: «Es wurde sehr sauber installiert. AZ Elektro legt hohen Wert darauf, das schätzen wir sehr.»