Peter T. Frei, Projektleiter „Netz 2020”, Kommunikationsnetz Däniken AG

Das zwischen den Grossagglomerationen Zürich, Basel und Bern gelegene Däniken erkannte früh den Trend zu hohen digitalen Übertragungsraten und den damit zusammenhängenden Technologiewandel zu Glasfaser. Peter T. Frei leitet das Projekt „Netz 2020” bei der Kommunikationsnetz Däniken AG. Er berichtet: „Die Basis für Fiber-to-the-Street haben wir schon vor 15 Jahren geschaffen: Damals verlegten wir ein FTTS-Netz, um für die Zukunft gerüstet zu sein.” Vorerst nutzte die Gemeinde zwar noch das bestehende Koaxialnetz, dessen Übertragungskapazität wahrscheinlich bis 2020 alle Anforderungen erfüllt. Schon 2011 aber wurden weitere Voraussetzungen für den Umstieg auf Glasfaser geschaffen. Peter Frei: „Uns war klar: Der Bedarf an Übertragungskapazität wird weiter zunehmen. Deshalb begannen wir mit dem Verlegen von Lichtwellenleitern bis in die Wohnungen.”

Glasfaser für alle

Bis 2020 soll allen 1300 Haushalten in Däniken Fiber-to-the-Home (FTTH) zur Verfügung stehen. Diese profitieren dann von 100% Anschluss-Sicherheit und einem leistungsstarken Netz, das bereits auch für künftige Anwendungen gerüstet ist. Für die Kommunikationsnetz Däniken AG soll sich die Investition innerhalb von 30 Jahren durch die Gebühren refinanzieren.

Integration zweier Provider

Im Jahr 2014 plante auch die Swisscom AG, in Däniken ein Glasfasernetz zu errichten. Zwei Netze nebeneinander wollte die Gemeinde aber vermeiden: Sie bot Swisscom an, sich an der bestehenden Infrastruktur zu beteiligen – es wurde ein Vertrag auf 30 Jahre für die Nutzung einer von vier Fasern abgeschlossen. Dazu waren allerdings einige Anpassungen vorzunehmen. Der zweite Anbieter in Däniken, der lokale Provider Yetnet, stellt dieselben Services bereit wie die Swisscom. Die beiden Provider-Anschlüsse liegen einige hundert Meter weit auseinander – um sie integrieren zu können, musste für den POP (Point of Presence) eine flexible Lösung gefunden werden.

Flexibel modular ausbaubar

Peter Kohler, Leiter Projektierung, WD Comtec AG.

Mit dem Bau und Unterhalt des Netzes wurde die Wiedmann-Dettwiler Comtec AG beauftragt, die schon das Koaxialnetz gebaut hatte. Sie holte mehrere Konzepte für die Lösung der Anforderung ein – auch bei R&M als führendem Anbieter für FTTH-Infrastruktur. Peter Kohler, Projektleiter bei WD Comtec: „Die durchdachte Lösung überzeugte uns auf Anhieb wegen der hohen Übersichtlichkeit, der Flexibilität und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses.“ WD Comtec entschied sich daher für die R&M-Lösung, basierend auf ODF (Optical Distribution Frames). Dank der Clip-in-Schnellmontagetechnik können Rangierarbeiten sicher durchgeführt werden, ohne die Fasern zu bewegen. Zudem ist der ODF-Schrank durch den modularen Aufbau einfach erweiterbar. Die Netzwerkkapazität kann somit steigenden Anforderungen und Kundenzahlen des jeweiligen Providers angepasst werden.

Die Lösung von R&M bot entscheidende Vorteile gegenüber den Konkurrenzprodukten.

Peter Kohler, Leiter Projektierung, Wiedmann-Dettwiler Comtec AG