R&M, der weltweit tätige Schweizer Entwickler und Anbieter von Verkabelungssystemen für hochwertige Netzwerkinfrastrukturen, erwartet im neuen Geschäftsjahr 2016 in einigen Marktsegmenten weiterhin zweistellige Wachstumsraten. Insbesondere die Betreiber von Rechenzentren werden verstärkt Systemlösungen für die Glasfaserverkabelung nachfragen. R&M rechnet in diesem Bereich mit einem Plus von rund 20% pro Jahr. „Das Wachstum des Datenverkehrs führt dazu, dass Rechenzentren in leistungsstärkere Netzwerkarchitekturen und in die Verdichtung ihrer Infrastrukturen investieren müssen. In den nächsten drei Jahren werden diese Trends die Branche in einem Ausmass beeinflussen, wie der Markt es wohl nie zuvor gesehen hat“, sagt R&M CMO Andreas Rüsseler mit Blick auf aktuelle internationale Marktstudien.

Cloud-Anwendungen zählen demnach zu den treibenden Kräften. Die Zahl der Unternehmen wächst, die IT-Leistungen aus externen Rechenzentren beziehen. Cloud-Rechenzentren leisten bereits 70% der weltweiten IT-Arbeit. Private Anwender beanspruchen das Web und damit die entsprechenden Rechenzentren zunehmend für Bild- und Videoübertragung. Etwa 91% des Datenverkehrs im Internet besteht inzwischen aus Filmübertragungen, verweist R&M auf jüngere Studien. „Im vergangenen Jahr erreichte der weltweit von Rechenzentren bewältigte Datenverkehr das kaum vorstellbare Volumen von fünf Zettabyte“, zitiert CMO Andreas Rüsseler (ein Zettabyte entspricht etwa einer Billion Gigabyte oder dem Inhalt von 250 Milliarden DVD; so viele DVD würden einen etwa 300.000 km hohen Stapel ergeben).

Verdichtung, Automatisierung und Effizienzsteigerung zählen nach Einschätzung von R&M derzeit zu den wichtigen Herausforderungen beim Betrieb von Rechenzentren. „Wir haben diese Bedürfnisse erkannt und unsere Produktentwicklung darauf ausgerichtet“, so Andreas Rüsseler. In Kürze werde R&M eine extrem verdichtete Plattform für die Glasfaserverkabelung vorstellen. Damit werden Rechenzentren in die Lage versetzt, in einem Netzwerkschrank zwei Drittel mehr Steckverbindungen als bisher unterzubringen. Andreas Rüsseler: „Solche bisher nie dagewesenen Skalierungsmöglichkeiten optimieren die Effizienz und Flächenauslastung von Rechenzentren ganz entscheidend.“ Ebenso unterstützt R&M die Industrialisierung des Rechenzentrumsbetriebs. Das kürzlich erweiterte Netzwerk-Monitoringsystem R&MinteliPhy ermöglicht die vollautomatische Überwachung der Verkabelungsinfrastruktur über beliebige Distanzen und in jeder Grössenordnung. „Ohne ein automatisiertes Infrastruktur-Management, wie es R&MinteliPhy bietet, lassen sich Rechenzentren mit ihren enormen Mengen von Steckverbindungen künftig gar nicht mehr beherrschen“, meint CMO Andreas Rüsseler.

Jüngste Entwicklungen wie die explosionsartige Vermehrung von privat verwendeten Actionkameras oder auch Mobiltelefonen mit extrem hoch auflösenden Kameras lassen den Datenverkehr weiter wachsen. Unter anderem dienen sie dazu, Livebilder per Mobilfunk und Internetzugang zu übertragen. „Hinzu kommt das sogenannte Internet der Dinge, das gerade sein Morgendämmerung erlebt“, betont Rüsseler. Etwa neun Milliarden Dinge sind heute mit dem Internet verbunden und senden pausenlos Daten. Nach anderen Schätzungen sollen es 25 Milliarden Endgeräte sein. Dazu zählen Überwachungskameras, Industrie- und Staubsauger-Roboter, Landmaschinen, Flugzeugtriebwerke, Elektroautos, Wohnzimmer-Thermostate, Smartphones, Fitness-Armbändern und vieles mehr. Im Jahr 2020 werden laut diversen Prognosen bis zu 30 Milliarden Dinge online sein.

Ein sogenanntes Smart Home wird nach einer McKinsey Studie künftig 50 bis 100 Online-Anwendungen betreiben. Ein Drittel der westeuropäischen Privathaushalte mit Breitbandanschluss will 2016 ein Smart Home-Produkt kaufen, haben die Marktforscher von Parks Associates ermittelt. Ein autonom fahrendes Auto wird mit seinen Kameras pro Stunde Hunderte von Gigabyte Verkehrsdaten sammeln und mit Servern in der Cloud austauschen, um sie für andere Verkehrsteilnehmer nutzbar zu machen. „Die Konnektivität der Endgeräte basiert zwar oft auf WiFi oder Mobilfunk. Aber fast jede der dafür nötigen Antennen braucht wiederum einen Anschluss an kabelgebundene Breitbandnetze, die nun ebenfalls weiter ausgebaut werden müssen“, erklärt Andreas Rüsseler den steigenden Bedarf an leistungsfähiger Verkabelung im Zeitalter der Digitalisierung von Produktionsumgebungen, Dienstleistungen, Gebäuden, öffentlichen und privaten Lebensräumen.

Am Ende landen die meisten Daten aus dem Internet der Dinge wieder in Rechenzentren, die ihre Infrastrukturen entsprechend aufstocken und permanent verfügbare Netzwerke bereitstellen müssen. „Eine Wachstumsspirale“, resümiert der CMO von R&M in seinem Jahresausblick. Modulare, flexibel einsetzbare, robuste und intuitiv installierbare Verkabelungstechnik ist nach Überzeugung von R&M die richtige Antwort auf diese Entwicklung. Andreas Rüsseler: „Je unkomplizierter die Anschlüsse hergestellt werden können, umso leichter kann das Internet der Dinge wachsen.“ Nahtlose, sichere Konnektivität sei eine Grundvoraussetzung, damit das Internet der Dinge seinen Nutzen entfalten kann.

Über R&M

R&M (Reichle & De-Massari AG) ist ein weltweit führender Hersteller von zukunftssicheren Produkten und Systemen für Kommunikations- und Datennetze. In enger Zusammenarbeit mit zertifizierten Partnern entstehen wegweisende Connectivity-Lösungen in den Bereichen LAN, Public- und Telecom-Networks sowie Datacenter. Das Schweizer Familien-Unternehmen steht für Innovation, Qualität und Kundennähe.