Eine Passive Optische LAN Infrastruktur beinhaltet Singlemode Kabel, die nötige Verteilungsausrüstung, passive (stromlose) optische Splitter und zwei aktive elektronische Komponenten. Ein optisches Leitungsterminal (OLT), welches sich typischerweise in dem Rechenzentrum oder dem Ausrüstungsraum befindet und ein optischer Netzabschluss (ONT), der eine ordnungsgemässe Kommunikation zu- und von der Endbenutzereinrichtung gewährleistet.

Mit Einsparungen bei den Investitions– wie auch Betriebsausgaben bietet POL erhebliche reduzierte Kapitalaufwendungen in den Gesamtbetriebskosten. Eine vollumfängliche POL Installation kann in der passiven Infrastruktur je nach Grösse, der Ansprüche an Redundanz und Niveau des Betriebskomforts in ihrem LAN, Kosteneinsparungen von bis zu 30 - 50 Prozent erzielen. Ein POL-Netzwerk kann auch als ein Upgrade auf eine überwiegend kupferbasierte Umgebung durchaus sinnvoll sein.

Ein weiterer Vorteil ist, dass POL eine deutlich kleinere Verkabelungsinfrastruktur benötigt. POL verschiebt die Anschluss-Elektronik hin zum Arbeitsbereich, so dass keine zentralen Switches im Etagenverteiler erforderlich sind. Mit POL können Etagenverteiler reduziert oder gar eliminiert werden, was wiederum Platz für zusätzliche Arbeitsplätze freisetzt.

Darüber hinaus werden kleinere und weniger Netzwerkelemente benötigt, um die Kommunikationsinfrastruktur zu bauen. Platzsparende Glasfaser-Kabel ersetzen voluminöse Kupferkabelbündel, was wiederum die Brandlast senkt. Der Einsatz von Singlemode Fasern erhöht die Lebenserwartung des Verteilungsnetzes drastisch, da bei einem Anstieg der Bandbreitenanforderung keine Verkabelungsinfrastruktur ausgetauscht werden muss.

POL ist eine bewährte Technologie, die ihre Wurzeln in der „Fiber to the Home“ GPON-Technologie hat und bietet auf Betreiberniveau Robustheit, Zuverlässigkeit und Quality of Service (QoS). Plus, GPON ist eine ausgereifte Technologie, die für Einfachheit und Effizienz entworfen und darum einfach zu verstehen und zu verwalten ist.