Die Geschichte der Krankenpflege in Münsterlingen reicht weit zurück: Um das Jahr 986 wurde hier ein Kloster namens Monasteriolum gegründet – heute Münsterlingen. Man sagt, eine englische Königstochter namens Angela habe damals ihren Bruder, Abt Gregor, in Einsiedeln besucht und sei auf der Rückreise über den Bodensee in einen heftigen Sturm geraten.

Nach ihrer Rettung habe sie aus Dankbarkeit am Ufer eine Kapelle und einen Hort für fromme Frauen gegründet. Seither werden hier Kranke gepflegt und betreut. Um 1840 erfolgte in dem Benediktinerinnenkloster die Gründung des ersten Thurgauischen Kantonsspitals.

Hohe Anforderungen

Heute spielt das Kantonsspital Münsterlingen eine wesentliche Rolle bei der medizinischen Versorgung der Thurgauer Bevölkerung. Um diese Aufgabe auch in Zukunft bestmöglich erfüllen zu können, stand eine Erneuerung der bestehenden Serverinfrastruktur an – im Rahmen mehrerer Erweiterungen an verschiedenen Standorten wurden die Rechenzentren modernisiert und ausgebaut.

Die technische Infrastruktur musste an aktuelle und künftige Gegebenheiten angepasst werden. Denn die Patientenadministration für den gesamten Spitalverbund inklusive aller Aussenstellen erfolgt mehr und mehr digital: Befunde, Laborauswertungen, Röntgenbilder und viele andere wichtige Informationen werden elektronisch weitergegeben bzw. archiviert. Dazu kommen medizinische, statistische und multimediale Datenbanken sowie telemedizinische Leistungen.

Ausserdem gibt es zahlreiche Videokameras, Zutrittskontrollen und ein Gebäudeleitsystem – alles komplexe Anwendungen, für die eine schnelle, sichere Datenverarbeitung unverzichtbar ist.

Etablierter Anbieter von Healthcare-Verkabelungslösungen

Um höchste Datensicherheit zu gewährleisten, wurden zwei neue, geografisch getrennte, unabhängige und hochverfügbare Rechenzentren erstellt – eines in bestehenden Räumlichkeiten und das andere in einem nahe gelegenen ehemaligen Zivilschutzbunker. Redundanz war dabei eine zwingende Vorgabe, denn alle Unternehmen der Spital Thurgau AG sind angeschlossen und die Datentransfers zwischen den Krankenhäusern werden gespiegelt.

Das Kantonsspital Münsterlingen wählte R&M als Partner für die passive Infrastruktur im Rahmen dieses anspruchsvollen Projekts. Wesentliche Argumente waren die ganzheitliche, auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Systemlösung, die Qualität der Produkte und die bereits bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit. Darüber hinaus konnte R&M in den letzten Jahren wertvolles Know-how auf dem Gebiet der Verkabelung in der Medizintechnik aufbauen – und sich so als Experte für Healthcare-Lösungen etablieren, bei denen hohe Datensicherheit im Vordergrund steht.

Durch das intelligente Gesamtkonzept, das R&M uns bereits in der Planungsphase aufzeigte, konnten wir viel Zeit, Kosten und Aufwand sparen.”

Leo Welter, Projektleiter Haustechnik, thurmed Immobilien AG

Garantierte Qualität

R&M entwickelte eine massgeschneiderte Lösung: Alle passiven Komponenten innerhalb der Racks wurden auf die Höheneinheit genau definiert und bereits im Werk eingebaut. So konnte das Verpackungsmaterial am Ort der Entstehung fachgerecht entsorgt und der Transportaufwand reduziert werden. Weitere Vorteile waren minimale Brandlasten, schnelle Implementierung, Risikominimierung und optimale Wirtschaftlichkeit. Die Abnahmemessungen erfolgten durch R&M, als Basis für die vom Kunden gewünschte 25-Jahr-Systemgarantie. R&M begleitete das Projekt mit Qualität, Sicherheit, Professionalität und kundenspezifischem Service – von der Konzepterstellung über die Realisierung bis zur Abnahme und darüber hinaus.

v.l.n.r.: Leo Welter, Projektleiter Haustechnik, thurmed Immobilien AG; Herbert Stoffel, R&M Schweiz; Matthias Böttcher, ICT-Projektleiter, Spital Thurgau AG; Fabian Stritmatter, Filialleiter Ellenbroek Hugentobler AG; Matthias Kummer, R&M Schweiz; Michael Hartnack, Installateur Ellenbroek Hugentobler AG.

Die Installation erfolgte durch die Ellenbroek Hugentobler AG, ein Unternehmen, das ebenfalls schon lange erfolgreich mit dem Kantonsspital Münsterlingen zusammenarbeitet. Filialleiter Fabian Stritmatter äussert sich sehr zufrieden zur Lösung: „Ein tolles Projekt, bei dem wir neue Erfahrungen sammeln und unser Fachwissen vertiefen konnten.” Installateur Michael Hartnack ergänzte: „Die Trunkkabel von R&M konnten dank einfacher Handhabung innert kürzester Zeit verlegt werden.” Positives Feedback gab es auch von Leo Welter, Projektleiter Haustechnik bei thurmed Immobilien AG (ein Unternehmen der thurmed Gruppe): „R&M ist seit vielen Jahren erstklassiger Lieferant und wichtiger Ansprechpartner für uns. Durch das intelligente Gesamtkonzept, das R&M uns bereits in der Planungsphase aufzeigte, konnten wir viel Zeit, Kosten und Aufwand sparen.”

Das Projekt wurde in einem Zeitrahmen von 1 ½ Jahren abgewickelt, von der Planung bis hin zur Inbetriebnahme der neuen Rechenzentren.