Kraków Airport

Der Flughafen Krakau befindet sich 11 km vom Stadtzentrum entfernt und hat ein Einzugsgebiet von 11 Millionen Einwohnern im Umkreis von zwei Autofahrstunden. 2015 konnte der Flughafen über 4,2 Millionen Passagiere begrüssen. Der moderne Flughafen verbindet mit seinem Streckennetz rund 70 Destinationen wie Frankfurt, Amsterdam, London, Paris und Rom. Diese Destinationen werden durch 18 Fluggesellschaften bedient.

Für die umfangreiche Modernisierung des Flughafens wurden bislang 120 Millionen Euro investiert. Dazu gehört die Erweiterung der Passagierterminals, neue Rollbahnen und die Vergrösserung des Flughafenvorfelds.

Im Mai 2016 wurden Pläne zum Ausbau der Start- und Landebahnen durch die Aktionäre freigegeben. Diese sollen spätestens in 2021 realisiert sein. Das dafür geplante Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro.

Der Krakauer Flughafen realisiert aktuell das bisher umfangreichste Investitionsprogramm seiner Geschichte mit dem Ziel, die jährliche Kapazität zu verdoppeln. Er trägt den Namen des „polnischen“ Papstes Johannes Paul II. und gilt als Tor des südlichen Polens zur Welt. Ziel der Betreibergesellschaft John Paul II International Airport Kraków-Balice Ltd. ist es, den Flughafen hinsichtlich der Servicequalität an führende Stelle im Vergleich mit den europäischen Regionalflughäfen zu bringen. Denn davon hängen Kundenzufriedenheit und wirtschaftlicher Erfolg ab.

Vorausschauende Planung

Der erste Schritt umfasste die Erweiterung der Passagier-Terminals, die Einrichtung des internen Transportsystems, die Erweiterung des Flugvorfelds und die Modernisierung der Rollbahnen sowie den Bau eines Hotels. Jetzt steht die Renovierung des alten Terminal-Bereichs an. Er soll mit dem neuen Teil verbunden werden, um dann bis zu 6,5 Mio. Passagiere im Jahr komfortabel abfertigen zu können. Darüber hinaus sind schon jetzt Erweiterungsmöglichkeiten für eine Kapazität von acht Mio. Passagieren vorgesehen. Der Flughafenbetreiber plant langfristig voraus.

Die Wachstumsraten bestätigen die Planung. So konnte der Flughafen im Juni 2016 eine Steigerung von 13% gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen: Es waren rund 460 000 Passagiere, die in Krakau aufsetzten oder von Krakau in eine der europäischen Grossstädte abhoben.

Keine abgehobenen Ideen, sondern nüchterne Planung auf dem Boden der Realität leitete die Initiatoren, als sie im März 2012 das Langzeitprojekt starteten. R&M und qualifizierte Installationspartner bekamen den Zuschlag für die Verkabelung der Kommunikationsnetze. Dazu zählen das lokale Datennetz (LAN), Video-Überwachungsanlage (CCTV), Wireless-Netzwerk (Wifi) und Fluginformationssystem (FIDS).

Ausschlaggebend waren zwei Gründe: einerseits die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit von R&M und der Flughafengesellschaft. Andererseits die gute Erfahrung mit der bestehenden R&Mfreenet-Installation – auch sie ist auf Langlebigkeit ausgelegt. So lassen sich grosse Teile der bestehenden Verkabelung weiter nutzen und nahtlos in neue Strukturen der modernisierten bzw. neu gebauten Bereiche integrieren. Das wirkte sich günstig auf die Gesamtkosten aus.

Langzeitlösung R&Mfreenet

Nicht zu vergessen die werkzeugfreie Anschlusstechnik: Bei 66 km Kat. 5e Kabel und 95 km Kat. 6 Kabel mit je 1800 bzw. 2000 Anschlüssen (Drops) war auch dies ein wesentlicher Zeit- und Kostenfaktor. Und schliesslich unterstützen die Langlebigkeit und die Flexibilität der modularen R&Mfreenet-Produktlinie die vorausschauende Planung. Der Flughafenbetreiber kann die Netzwerke jederzeit ändern, migrieren und erweitern. Sie lassen sich kommenden Anforderungen schnell und problemlos anpassen.

Die Installation wurde der Krakauer DYSKRET POLSKA Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością als Subunternehmer übertragen. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Installation von Lösungen für das Sicherheitsmanagement und in der Systemintegration ist DYSKRET ein sehr kompetenter Partner. In reibungsloser Zusammenarbeit meisterten die DYSKRET-Installateure die Schwierigkeiten des Projekts auf allen Ebenen. Gemeinsam mit R&M stellten sie sich erfolgreich den logistischen Herausforderungen.

Nach dem gelungenen Abschluss von Kraków Airport 2015 hat R&M bereits den Auftrag für das nächste Projekt bekommen: die Ausstattung des Towers für die Flugsicherung mit einer Kat. 6A/s ISO-Verkabelung. Hier wird das intelligente Infrastruktur-Management-System R&MinteliPhy zum Einsatz kommen.