Im Zeitalter der neuen Medien und steigender Verbreitung mobiler Endgeräte können medizinische Datendienste von grossem Nutzen sein. Sie bieten Patienten einfachen Zugang zu Informationen und tragen signifikant dazu bei, die Effizienz von Gesundheitseinrichtungen zu verbessern. In diesem Sinne ist in Polen ein Gesetzesbeschluss geplant, um die medizinische Betreuung mittels elektronischer Datenverarbeitung zu sichern. Demnach sollen ärztliche Dokumentationen in Zukunft verpflichtend elektronisch anstatt in Papierform zu erstellen sein.

Modernste Datentechnik

Ein wichtiger Baustein für dieses Vorhaben ist seit Juni 2015 fertiggestellt: das Medical Data Processing Center (MDPC) in Breslau (Wroclaw). Es ist das erste integrierte E-Health-Center in Zentral- und Osteuropa, das grösste Polens und eines der modernsten weltweit. Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf 55,4 Mio. Euro. 85% davon werden von der Europäischen Union finanziert. Das Rechenzentrum entstand als Teil eines nationalen polnischen Zentrums für Innovation und Technologietransfer im Bereich E-Health. Es repräsentiert neueste Datentechnik – damit können digitale medizinische, statistische und multimediale Datenbanken erstellt sowie telemedizinische Leistundessen Entwicklungsgen erbracht werden; vor allem Teleradiologie, Telekardiologie, Telekonsultation, Telediabetologie, Telehistologie und Telegynäkologie. Das Projekt wird vom polnischen Unternehmen Data Techno Park umgesetzt, einem auf Medizintechnik spezialisierten Investor und Projektentwickler.

Optimale Behandlung

Wojciech Homola, Vorstandsmitglied bei Data Techno Park, sagt über das neue Rechenzentrum: «Dank dieser Lösung werden alle Informationen über Patienten auf den Servern des MDPC gespeichert, beispielsweise Ergebnisse individueller Medizintests, Krankheitsverläufe sowie Daten über behandelnde Ärzte und Kliniken. Die Patienten brauchen ärztliche Unterlagen nicht mehr in Papierform aufzubewahren und zu Terminen mitzubringen. Der betreuende Arzt kann jederzeit und von jedem Ort der Welt aus die nötigen Informationen übers Internet abrufen, um seine Patienten optimal zu behandeln – individuell abgestimmt auf deren Bedürfnisse.»

Spitäler und kleinere Kliniken müssen künftig nicht selbst Millionenbeträge investieren, um eigene Serverräume mit grossen Kapazitäten zu betreiben. Stattdessen steht ihnen das MDPC zur Verfügung, um alle medizinischen Daten sicher zu speichern: Untersuchungsergebnisse, Röntgenbilder, Magnetresonanz- Berichte usw. Das Rechenzentrum bietet auch für die Zukunft nahezu unlimitierte Expansionsmöglichkeiten – Komponenten von R&M tragen dazu wesentlich bei.

Die hochwertige Infrastruktur des MDPC bietet auch beste Voraussetzungen für Start-ups und Spin-offs. Die Unternehmen können hier wichtige Leistungen entwickeln und anbieten:

  • Digitale medizinische, statistische und multimediale Datenbanken
  • Telemedizin – Auswertung und Beschreibung digitaler medizinischer Daten aus der Distanz
  • Entwicklung spezieller Software inklusive Bioinformatik
  • Entwicklung von Plattformen sowie Systemen für E-Learning auf medizinischem und anderen Gebieten
  • Entwicklung zusätzlicher Leistungen, z.B. Callcenter

Starker Partner R&M

R&M gewann das Projekt dank der vielen Vorteile seiner High-Density-Solutions. Wichtig war auch das Vertrauen in R&M als verlässlichen Partner mit starker Marktposition in Polen, die auch beste Voraussetzungen für künftige Projekte bietet. R&M stattete ein 64 Schränke umfassendes Rechenzentrum mit passiven sowie aktiven Komponenten aus und sorgte für eine leistungsfähige Netzwerkverkabelung in den Betreiberbüros (das fertig ausgebaute RZ wird dereinst 512 Netzwerkschränke umfassen). Die Installation erfolgte durch den lizenzierten R&M Partner Intertrading Systems Technology aus Warschau.